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Auf ein Gespräch mit der CDU in Wissenbach

Auf ein Gespräch mit der CDU in Wissenbach

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Ortsbegehung der CDU Eschenburg in Wissenbach

Eschenburg-Wissenbach. Ihre diesjährige Sommertour begann die CDU Eschenburg in Wissenbach. Mit zahlreichen Themen setzten sich die Anwesenden in knapp zwei Stunden auseinander.

So würden die geplanten Windkraftanlagen aussehen (Quelle: Bürgerinitiative Wissenbach „Windpark Bomberg“).

Zwar hätten gerne Einige Näheres zu den Gerüchten gehört, dass ein Lidl-Markt in Wissenbach eröffnet werden solle, allerdings lagen dazu keine neuen Informationen vor. Einig waren sich alle darin, dass ein neuer Discount-Markt in Wissenbach sehr wichtig wäre.

Ein weiteres Thema war ein behindertengerechter Zugang zur Mehrzweckhalle. So könne man beispielsweise durch eine Beschilderung darauf hinweisen, dass Rollstuhlfahrer auf dem oberen Parkplatz ebenerdig die Halle betreten könnten. Alternativ wäre eine leicht ansteigende Rampe auf der linken Seite der Treppe auch eine Lösung für einen besseren Zugang.

Das weitaus dominierende Thema an dem Abend waren jedoch die geplanten Windkraftanlagen auf dem Bomberg. Die CDU Eschenburg hatte Anfang Februar 2015 beantragt, die Gemeindevertretung möge beschließen, sich gegen die Errichtung der Windkraftanlagen auf dem Bomberg in der Gemarkung Wissenbach auszusprechen. Gleichzeitig solle der Gemeindevorstand und, über den Vorstand, die Gemeindeverwaltung beauftragt werden, alles zu unternehmen, um die Windkraftanlagen noch zu verhindern.
Nachdem dieser Antrag in dieser Form auch eine Mehrheit erhielt, legte Bürgermeister Konrad auf sechs (!) Seiten dagegen Einspruch ein. Er hatte sich widerholt für die Windkraftanlagen ausgesprochen. Das einzige Argument, das die CDU mit Bürgermeister Konrad teilte, war, dass ein Antrag grundsätzlich einen konkreten Handlungsauftrag für die Verwaltung beinhalten müsse. Dem entsprechend änderte die CDU ihren ursprünglichen Antrag wie folgt ab: „Die Gemeindevertretung beauftragt den Gemeindevorstand, die Bedenken der Gemeindevertretung, der Bürgerinitiative und des Ortsbeirates Wissenbach gegen Windkraftanlagen auf dem Bomberg beim RP (Regierungspräsidium) und bei Hessen-Forst vorzubringen und sich für eine Klärung der Fragen einzusetzen. Ferner wird der Gemeindevorstand beauftragt bei dem angestrebten förmlichen Verfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung die Haltung der Gemeindevertretung zu vertreten.“

Offen zeigte man sich auch für die Argumente der Bürgerinitiative Wissenbach „Windpark Bomberg“.
Die mittlere NN-Höhe des Dorfes liegt bei 300 m über NN, der Bomberg habe etwa eine Höhe von rund 500 m über NN. Die Spitze der Rotorblätter würden bei einer geplanten Anlagenhöhe von 200 m knapp 400 m über den Köpfen der Bürger liegen. Die meisten Wissenbacher hätten Ihre Freizeit- und Ruhezonen westlich Ihrer Gebäude angelegt. In dieser Richtung entstünden die geplanten Windkraftanlagen, die bei Tag und Nacht eine bedrängende Wirkung hätten und eine „Drohkulisse“ darstellten. Ferner würden vor allem nachts Geräuschbelästigungen befürchtet.

Es würden zwar die gesetzlich vorgeschrieben 1.000 m Abstand zu Häusern eingehalten, jedoch werde es mit den Anlagen schwierig, jemals ein Baugebiet oberhalb der Scheidstraße zu verwirklichen. Laut einer Erhebung des Immobilienverbandes Haus und Grund beträgt der Wertverlust von Grundstücken und Immobilien in der Nähe von großen Windkraftanlagen mindestens 20 bis 30 % und kann je nach Lage bis hin zur Unverkäuflichkeit einer Immobilie führen. Dies rufe große Wut und Empörung bei den Wissenbachern hervor und einige Anwohner zögen bereits in Erwägung, Schadensersatz einzuklagen, sollte es soweit kommen.

Man müsse zudem beachten, dass sich in Wissenbach eine Fachklinik für Abhängigkeitserkrankungen mit knapp 100 Patienten befindet. Im unmittelbaren Erholungsbereich der Klinik diese Windkraftanlagen aufzustellen sei nachteilig für die Patienten. Die Leitung der Klinik ließe dies gutachterlich prüfen und erwäge rechtliche Schritte.

Es wird zwar versucht, mit Windkraftanlagen erneuerbare Energien zu erzeugen, jedoch werden zwei Anlagen sehr nahe an die Grenze eines Schutzgebietes gebaut. Vögel, Fledermäuse und dergleichen kennen jedoch keine Grenzen. In der Nähe wurde zudem das auf der roten Liste stehende Haselhuhn sowie sieben Greifvogelhorste gesichtet. Für die Anlagen müssten hunderte Bäume gefällt werden und ein Hektar Wald würde vernichtet. Die Bürgerinitiative ist der Meinung, dass ein wunderschönes Landschaftsbild total zerstört würde.

Die Fraktionsmitglieder der CDU Eschenburg nahmen all dies offen auf. Man werde von der bisherigen Linie nicht abrücken und sich auch weiterhin gegen die Anlagen einsetzen.

Wenn Sie sich vorstellen können, in Ihrem Ortsbeirat oder der Gemeindevertretung mitzuarbeiten, dann melden Sie sich bei uns. Gerne beantworten wir Ihre Fragen. Ihre CDU Eschenburg, erreichbar unter 0177 6752284 sowie Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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